Sommerfahrt 2017

Hier finden Sie die Bilder: Großfahrt 2017

 

Montag, 07.08.17

Von Wissembourg nach Petit Wingen

Wir trafen uns alle gut gelaunt und mit Vorfreude auf den anstehenden Hajk, um 7:50 Uhr am Bahnhof in Orschweier. Von dort ging es dann nach Offenburg und weiter über Strasbourg bis nach Wissembourg. Dort kamen wir gegen 10:30 Uhr an und starteten dann unseren Hajk. Unser Wegweiser war für die nächsten Tage immer das rote Rechteck. Die Strecke führte durch die Ortschaft hindurch über Felder und an der Straße entlang bis wir in den Wald kamen, wo wir zu Mittag aßen. Danach kam der Anstieg den Berg hoch bis wir auf einem Plateau an kamen auf dem früher einmal ein Wehrturm gestanden hatte. Weiter ging es dann natürlich wieder den Berg runter. Als wir in der nächsten Ortschaft ankamen, beschlossen wir dort schon bei nach Wasser zu fragen. Schnell waren auch nette Leute gefunden bei denen wir unsere Flaschen auffüllen durften. Weiter ging es bis wir gegen 17:00 Uhr in Petit Wingen ankamen wo wir schnell eine nette Familie trafen die uns eine Wiese in der Nähe des Dorfes zum Übernachten gab. Schnell wurde die beiden Kothen aufgebaut und bezogen, wobei wir viel Platz hatten, da ein paar der Jungs beschlossen draußen zu schlafen.
in der Zeit in der wir warteten bis das Essen fertig wurde, spielten wir alle zusammen „Werwolf“. Nach dem Essen, das aus Kartoffeln mit Zaziki bestand, gab es die Andacht und anschließend wurden noch ein paar Lieder gesungen bis wir alle entschiede schnell ins Bett zugehen, da der erste Tag doch ein bisschen anstrengend war.

Bericht: Nele G.

 

Dienstag, 08.08.17

Von Petit Wingen bis Obersteinbach

Am Dienstagmorgen wachten wir vom Muhen der Kühe auf, die auf der Weide neben uns standen. Sobald alle aufgestanden waren, begannen wir den Tag mit der Andacht, bei der wir unter anderem „Hell strahlt die Sonne“ sangen. Leider stellte sich heraus, dass dieses Lied immer Regen mit sich bringt, denn kurze Zeit später fielen die ersten Tropfen. Nach der Andacht gingen einige von uns Baguette und frische Kuhmilch kaufen, während die anderen schon anfingen die beiden Kohten abzubauen. Nach einem leckeren Frühstück verließen wir auch schon unseren ersten Schlafplatz und liefen zu der Familie, die uns die Wiese gegeben hatte, um uns zu bedanken. Wir sangen ihnen „Was uns lässt fahren“ vor. Da kamen plötzlich noch mehr Leute aus dem Dorf und hörten uns zu, deshalb sangen wir noch eine Zugabe. Dann liefen wir endlich los! Es ging zuerst auf einem schmalen Pfad durch den Wald und anschließend auf einem breiteren Weg den Berg hoch. Leider regnete es immer noch und so waren wir sehr froh, als wir nach einer Weile an einer Schutzhütte vorbeikamen und uns für einen Moment unterstellen konnten. Nach einer kurzen Verschnaufpause mit Gummibärchen ging’s auch schon wieder weiter den Berg hoch. Einige kleine Pausen später fanden wir einen schönen Mittagessensplatz – ein kleiner Felsvorsprung. Wir aßen also BWK und freuten uns sehr, als nach einer Weile die Sonne herauskam. Der zweite Teil der Etappe ging an der Burg Fleckenstein vorbei und dann einen sehr steilen Berg hoch bis zur Ruine Froensbourg. Diese erkundeten wir natürlich sofort und stellten fest, dass man von oben einen schönen Blick über das Tal vor sich hat. Wir folgten weiterhin dem Pfad des GR 53, der uns auf den nächsten Hügel führte. Dort befindet sich der sogenannte „Zigeunerfelsen“. Auch auf diesen konnte man hochklettern, wobei die Treppe sehr viel abenteuerlicher war, als bei der Ruine. So wackelten einige Stufen bedenklich und eine fehlte ganz… Trotz allem hatten wir auch von dort oben einen tollen Blick! Der weiter Weg verlief wieder bergab in Richtung Obersteinbach – unserm Tagesziel. Kurz vor dem Dorf hielten wir jedoch noch einmal an, da wir an einem kleinen Bach vorbeikamen und dort unsere Füße kühlen wollten. Schließlich liefen wir noch die letzten Meter und erreichten dann unser Ziel. In Obersteinbach setzten wir uns erst einmal an den Dorfbrunnen und entdeckten dann daneben ein Haus mit der Aufschrift „Wanderers Rast“. Wie wir von einem Schild erfuhren, war dort ein Raum drinnen, den Wanderer als Schlafplatz nutzen können. Also zogen zwei von uns los, um nach dem Schlüssel zu fragen. Leider waren die betreffenden Personen nicht zu Hause, weshalb sie zum Bürgermeister geschickt wurden. Der Bürgermeister wiederum wollte uns den Raum nicht geben, da wir zu viele Leute waren, gab uns stattdessen aber die Wiese daneben zum Zelten. Also bauten wir unsere Kohten auf, während zwei schon anfingen Feuer zu machen und zu kochen. So konnten wir bald unsere Zelte beziehen und zu Abend essen – Käsespätzle! Nachdem wir Andacht gehalten hatten, legten wir uns auch schon schlafen, um am kommenden Tag fit genug zu sein für die nächste Etappe.

Bericht: Rebekka F.

 

Mittwoch, 09.08.17

Von Obersteinbach bis zu einem Fischerheim

Nach einer etwas regnerischen und deshalb in den Zelten teils eng kuschligen Nacht, wachen wir bei Sonnenschein in Obersteinbach auf. Die Zelte lassen wir noch kurz an der Sonne trocknen, doch das private Gepäck ist schon zum Großteil gepackt, als das Bäckerauto seine Runde durchs Dorf dreht. Zum Frühstück gibt es wunderbar frische und leckere – wer hätte es gedacht?? – Baguettes. Kurz nach dem Ansingen biegt ein blauer Golf um die Ecke. Klara ist wieder gesund und stößt diesen Morgen zu uns!!! Des Weiteren wurde uns netterweise noch das Essen für die nächsten Tage eingekauft und mitgebracht, da es hier kaum Einkaufsmöglichkeiten gibt und obendrauf von Förderers noch eine Ladung süße Stärkung.

Als wir fertig gegessen haben - Frühstück mit Nachtisch (Klara hatte noch Mini-Muffins für uns gebacken)!!! – geht es los. Einmal quer durch den Ort, an neugierig blickenden und auf der Straße malenden Kindern sowie ein paar kläffenden Hunden vorbei führt unser Weg endlich ins Grüne. Doch ist der Weg, den wir für heute gewählt haben, echt eine Abkürzung? Wohl eher ein Umweg wie sich nach einem weiteren Blick auf die Karte herausstellt. Also alle einmal umdrehen und durch den Ort zum Ausgangspunkt. Und dann folgen wir doch unserem vertrauten roten Rechteck…

Über schöne Pfade geht es teils steil nach oben. Doch es lohnt sich. Gegen Mittag kraxeln wir noch einen kurzen, steilen, mit großen, natürlich Stufen versehenen Hang hoch und dann: eine Burgruine (Windstein). Zwar eher ein Fels als eine Burg und wieder nur sehr waghalsige Wege zum Begehen, aber ein schöner Ort zum Mittagessen oder für die, die noch zu viel Energie haben, auch zum Austoben. Einige sind froh, als sie wieder gestärkt und heile den Hang hinuntergekommen sind.

Nun zweigen wir von der G 53 ab, da wir ein anderes Ziel für die Nacht vorgesehen haben: Seen. Bei einem kleinen Ort, namens Jägerthal, neben einer alten Ruine – vermutlich ursprünglich ein Kloster o.Ä. – machen wir Pause. Diesen Ort werden wir alle nicht so schnell vergessen, aber dazu später mehr… Nachdem wir hier unsere Flaschen aufgefüllt haben, wird der Weg irgendwann immer schmaler, bis man ihn nur noch erahnen kann. Nur die Wanderschilder zeigen uns, dass es doch ein ganz offizieller Pfad zu sein scheint. Zwischen Binsen und hohem Gras, über, unter und zwischen Ästen hindurch geht es ein ganzes Stück, bis wir wieder auf einen „richtigen“ Weg kommen und dann Teerstraße – wir nähern uns wieder der Zivilisation.

Und tatsächlich kommen wir bald an die Seen. Wir gucken uns einen Plan genauer an und machen Pause. Wir müssen leider feststellen, dass hier weder Zelten noch Baden erlaubt ist, da wir mitten im Naturschutzgebiet sind. Es gibt eine Kekspause und wir beobachten alle gespannt einen Mann, der einen Biber in einem Käfig ans Wasser trägt, und dann stellt irgendjemand die Frage: „Wer hat denn den großen Topf gesehen?“ – Niemand, wie sich herausstellt, doch zum Glück finden wir schnell heraus, wo wir ihn vermutlich stehen gelassen haben: Bei der Ruine. Trampen oder laufen? Johannes fragt den Mann mit dem Biber ob er in diese Richtung fahre. Dieser nimmt ihn mit, obwohl er – wie sich später herausstellt eigentlich in die andere Richtung muss. Während wir also am Ufer entlanglaufen, holt Johannes den Topf und wird dann von dem Mann sogar auf den zu uns näheren Parkplatz gefahren.

Bis Johannes kommt, wird jedoch schon fleißig nach einer Übernachtungsmöglichkeit gesucht: die Wiese vor einem Fischerheim. Nicht unser Traum, aber doch sehr ausreichend für diese Nacht. Als die Kothen stehen und das Essen gekocht ist (Nudeln mit Pesto), fängt es an zu regnen. Also essen wir es zu 14 in einer Kothe. Man merkt die Wärme: Es wird deutlich weniger gegessen als sonst und viel sind froh, als sie wieder frische Luft atmen können, die zuvor nur durch einen Eingang immer wieder, aber kaum spürbar zu uns hereinkam. So ganz sind wir uns auch der Dichte unserer Zelte nicht sicher und es sieht nach ordentlich viel Regen für die Nacht aus. Während abgespült wird, macht sich eine kleine Gruppe auf und findet tatsächlich noch einen Mann mit einer zwar offenen, aber trockenen Garage (vorher hat der Mann so laut Rasen gemäht, dass man ihn nicht auf sich aufmerksam machen konnte). Zügig wird alles abgebaut und in die Garage gebracht.

Als wir an diesem Abend endlich alle im Schlafsack liegen und die Kothen zum Trocknen aufgehängt sind, gibt es eine improvisierte, alternative Schlafsackandacht. Und nachdem noch etwas Werwolf gespielt wurde, wurde es dann immer leiser bis man nur noch den Regen hörte…

                                                        Bericht: Debora F.

 

Donnerstag, 10.08.17

Niederbronn-Les-Bains

Da wir für die Nacht in einen – oder eher unter – eine ‚Autogarage‘/Rümpel-‚Autogarage‘ flüchten konnten, waren wir vor dem morgendlichen Regen sicher. Der begrenzte Platz (wir lagen eng an eng mit Schlafsack und Rucksack) brachte uns auf die geniale Idee eine Schlafsack-Andacht mit anschließendem Schlafsack-Frühstück zu machen. Wir krümelten dabei reichlich durch die Gegend und fanden ziemlich lustige Vergleiche für Johannes M. („Blaubeere“ J). Nachdem wir unsere Sachen gepackt hatten, beschlossen wir uns zu unserem knapp 2 Kilometer entfernten Tagesziel zu laufen und dort erstmal wieder nach einer Schlafmöglichkeit zu suchen – wir hatten ja gerade erst ausgeschlafen…

Niederbronn-Les-Bains war ein größerer Ort und wir fanden ein Tourismus-Büro in dem wir uns nach einem Schwimmbad erkundigten und auch noch eine günstige Unterkunft fanden. Das Deutsch-Französische Jugendheim in N.-L.-B. bot uns einen Gruppenraum an in dem wir übernachten konnten und so freuten wir uns, dass wir den Regengüssen entkommen konnten und einen trockenen Schlafplatz für die Nacht hatten. Im Jugendheim angekommen luden wir erstmal unsere Rucksäcke ab und aßen zu Mittag. Dabei gab es einen regelrechten Wortkampf zwischen Mélodie, Benedikt und Johannes M., in dem es darum ging, dass man auf einem Klavier kein Essen oder Messer oder sonstiges Geschirr abstellen sollte. Nachdem wir alle reichlich gegessen hatten, machten wir uns auf den Weg zum Schwimmbad, um den elsässischen Menschen mal zu zeigen, wie wunderbar man duften konnte, wenn man 3 Tage lang gehajkt war und nicht viel Wasser zu Gesicht bekommen hatte.

Dort angekommen gab es erstmal eine kleine Hürde zu überwinden, da unsere Jungs keine in Frankreich regelkonformen Badehosen dabei hatten. Zum Glück konnten wir vor Ort welche leihen, und so stand dem Badespaß im beheizten Becken nichts mehr im Wege. Nachdem wir reichlich im Wasser getobt und entspannt hatten, nutzten wir den Luxus beim Duschen nochmal richtig und kamen wenig später fröhlich und frisch geduscht aus dem Schwimmbad raus. Auf dem Rückweg zum Jugendheim gingen wir noch einkaufen, um abends einmal richtig Schlemmen zu können.

Abends im Jugendheim gab es ein großes Hallo, als wir zum Abendessen grillten. Es gab Allerlei auf dem Grill und Salat und dazu natürlich Baguette – so wie das in Frankreich eben üblich ist J. Benni spendierte der gesamten Runde zwei Flaschen Orangina die beim Abendessen in Kürze leer waren.

Im Jugendheim war zur gleichen Zeit ein FSJ-Vorbereitungsseminar, und die zukünftigen FSJ-ler luden uns ein mit ihnen ‚Werwolf‘ zu spielen, was wir gerne annahmen, da wir selbst auch geplant hatten vor dem Schlafengehen noch etwas zu spielen. Und so teilten wir uns für die kommenden 1,5 Stunden in zwei buntgemischte Gruppen und hatten des Öfteren etwas zum Lachen. Nach dem Spielen luden wir die Gruppe noch ein bei unserer Andacht dabei zu sein – jedoch nahm nur eine Person die Einladung an und kam auch.

Vor dem Schlafengehen brachten wir Johannes M. noch dazu uns eine Gute-Nacht-Geschichte zu erzählen, in der es am Schluss ein geteiltes Ende gab – die vegetarische und die nicht-vegetarische Version. J Und so beendeten wir einen ereignisreichen Tag an einem trockenen Platz und konnten uns gar nicht vorstellen am nächsten Tag wieder weiter zu Hajken.

Bericht: Mélodie W.

                                           

Freitag, 11.08.17

Von Niederbronn-les-Bain bis Lichtenberg

Am Freitagmorgen mussten wir trotz trockenem und gemütlichem Übernachtungsplatz schon sehr früh aufstehen, weil der Raum gebraucht wurde. Aber wir haben uns den Spaß nicht verderben lassen und haben deshalb einfach auf dem Parkplatz davor unser leckeres Müsli gegessen. Die Autos mussten zwar umdrehen, aber sie hätten sonst die Rettungsgasse belegt und das wollten wir verhindern ;-)! Nachdem wir Niederbronn-les-Bain verlassen hatten, haben wir noch die Andacht nachgeholt, für die wir davor keine Zeit mehr gehabt hatten. Außerdem hatten wir beschlossen auf unserer Wanderung Zahnbürstenmörder zu spielen und begannen mit der ersten Runde. Danach ging es ziemlich schnell bergauf und wir kamen ganz schön ins Schnaufen. Aber es hatte sich gelohnt, denn oben auf dem Berg gab es eine Ruine (Meloveren). Sie wurde von einem Teil von uns besichtigt, wären die anderen bei den Rucksäcken blieben und auf die letzten warteten. Mélodie fehlte noch und wir hatten schon länger gewartet, als Debora und Johannes beschlossen nachzuschauen, was los war. Sie hatte sich zum Glück nur verlaufen und so konnten wir glücklich, dass nichts Schlimmeres passiert war, weiterwandern. Nach einem weiteren längeren Fußmarsch erreichten wir einen kleinen Turm. Wir beschlossen, dort Mittag zu essen. Es gab Baguette mit Käse oder Wurst. Nach einer kurzen Mittagspause setzten wir uns wieder unsere Rucksäcke auf und wanderten weiter. Nachdem wir ein ganzes Stück weiter gelaufen waren, fing es plötzlich an zu regnen und wir holten alle unsere Regensachen aus dem Rucksack. Zu unserem Tagesziel war es jetzt nicht mehr weit und da wir alle ins Trockene wollten, gaben wir noch mal richtig Gas. Im Dorf fanden wir ein altes Bushaltestellenhäuschen, wo wir uns unterstellten. Wir teilten uns auf, sodass ein paar von uns nach einer Übernachtungsmöglichkeit suchten und eine Gruppe Wasser holte. Als alle wieder beim Treffpunkt waren, wurde berichtet. Es gäbe ein Carport vom Moto-Club, aber sie wollten lieber noch einmal den Bürgermeister danach fragen, da alles abgesperrt sei. Wir hatten alle nicht sehr große Lust, das Zelt aufzubauen und hofften, dass es klappt. Und wir hatten Glück, wie die anderen uns berichteten. An Platz hat es nicht gemangelt und sogar eine kleine Feuerstelle gab es, sodass das Essen auch bald fertig war. Nach der Andacht gingen wir alle schlafen und waren froh zu wissen, dass wir nicht nass werden.

Bericht: Klara F.

                                                 

Samstag, 12.08.17

Von Lichtenberg nach Wingen sur Moder

Am SA ging es nach einer erholsamen Nacht in einem Unterstand aus Holz vom Motorradclub Lichtenberg dann morgens weiter nach Wingen sur Moder, eine relativ kurze Etappe. Kurz vor Wimmenau verliefen sich Tom und Paul, nachdem sie die falsche Abzweigung nahmen und den richtigen Weg verpassten. Nach  15 Minuten jedoch trafen sie wieder auf den richtigen Weg und liefen Benedikt und Julius entgegen, die sie schon gesucht hatten.

 Dann ging es durch Wimmenau, einem kleinen Dorf, wo wir beim Bäcker uns unser Mittagessen holten, natürlich Baguetttes. Zwischen Wimmenau und Wingen sur Moder machten wir Mittagspause, wurden aber durch einen kleinen Regenschauer unterbrochen und setzten sie in Wingen fort.

 Danach teilten wir uns in Gruppen auf, die jeweils Schlafplätze suchten  und Einkaufen gingen. Zuerst fanden beide "Schlafplatzsuchgruppen" nichts, aber wurden nach einiger Zeit dann doch fündig. Eine nette ältere Dame, die am Anfang noch misstrauisch schien, lies uns in ihrer alten Scheune schlafen, wo die Mehrheit im Heu schlief.

 Am Abend bekamen wir Besuch von Rebekka und Daniel, die zusammen mit uns Käsespätzle aßen. Als es dunkel wurde gingen alle mit einem Schweigemarsch zu einem Platz am Wald, wo die Aufnahmen stattfanden.
Nach einer guten Andacht von Peter wurde Julius als Jungpfadfinder und Paul als Knappe aufgenommen.

 Schließlich wurde noch in der Scheune Tschai getrunken, ein bisschen gesungen und letztendlich noch Werwolf im Schlafsack im Heu gespielt. Nachts wachten alle noch einmal auf, da viele Mäuse durch das Heu rasten und piepsten, aber schliefen dann doch wieder ein.

Bericht: Paul H.

 

Sonntag, 13.08.17

Wingen sur Moder

An diesem Morgen ließen wir es entspannt angehen und standen etwas später auf, zum einen weil heute unser Pausetag war und wir somit nicht weiter laufen mussten, zum anderen weil wir, die im Stroh geschlafen hatten, mitten in der Nacht von Mäusen geweckt wurden die im Stroh ihr Unwesen trieben. Manche von uns hatten nun Angst, dass die Mäuse zu ihnen in den Schlafsack kommen und es dauerte ein bisschen bis wir endlich weiter schlafen konnten, von quieken der Mäuse begleitet.
Dennoch mussten wir uns aus den Schlafsäcken befreien und schafften es zur Andacht. Danach gab es zum Frühstück Müsli und einen Hefezopf die und die nette frau extra noch besorgt hatte. Nachdem wir es endlich geschafft hatten zusammenzupacken und aufzuräumen, zogen wir auf den Campingplatz, hier in Wingen sur Moder, um auf dem wir den Tag verbringen wollten. Dort angekommen überlegten wir uns erst einmal wie wir unsere Zelte aufbauen wollten, da wir auch noch am Abend gemütlich beisammen sein wollten falls es dennoch regnet. So entschieden wir und die beiden Kothen durch zwei Planen zu verbinden und erhielten eine Kothenkonstruktion, die wir „Wanderschlösschen“ tauften.
Danach war allgemeines Gammeln und Erholen angesagt.
der Großteil blieb auf dem Campingplatz und spielte ein paar Runden Werwolf, während andere nochmals in die Stadt gingen oder auch ein paar der Jungs in Wald verschwanden. Als sich dann gegen Nachmittag alle wieder eingefunden hatten beschlossen wir noch Fußball zu spielen, während neben uns auf dem Platz, der Hemverein verlor.
Am Abend, nach Abendessen , das aus Reis mit Gemüse bestandt und auch nach der Andacht, sahsen dann noch ein paar von uns auf dem Sportplatz und redeten und beobachteten die Sterne.

                                                                                              Bericht: Nele G.

 

Montag, 14.08.17

Von Wingen-sur-Moder bis zum Hotel-restaurant l'Auberg d'Imsthal

Der achte Tag unseres Hajks von Wisembourg nach Sarverne begann wie immer recht früh mit dem Klingen des Weckers. Wir krochen aus unseren Schlafsäcken und begannen langsam unser Gepäck einzupacken. Nachdem auch die letzten aufgestanden waren, bauten wir unsere, erstaunlich stabile, Kothenkonstruktion ab und verteilten wieder unser Gemeinschaftsgepäck. Anschließend gab es zum Frühstück im Kreis Baguette und Pain au Chocolat mit Marmelade und Nussnougatcreme. Nach dem Abbau sattelten wir unsere Rucksäcke und zogen in Richtung Süden los, in Richtung la Petite-Pierre. Nach ungefähr zwei Stunden auf Wanderwegen machten wir kurz vor la Petite-Pierre halt um Mittag zu essen. Wie gewohnt wurde Baguette mit Wurst, Käse und Aufstrich serviert. Nur einige Minuten später erreichten wir das kleine und idyllische Städtchen. Dort wurde eine Truppe zum Auffüllen der Wasserflaschen losgeschickt, und eine weitere zum Einkaufen und um sich nach einem geeigneten Schlafplatz zu erkundigen. Nachdem die einzige Bäckerei leer gekauft war und wir eine Wiese hinter einem etwas abgelegenen Hotel angeboten bekamen, liefen wir die letzten Kilometer bis zu unserem Tagesziel, dem Hotel-restaurant l'Auberg d'Imsthal. Dort angekommen wurde das Zelt wieder aufgestellt und eingerichtet. Die Küche begann das Essen zu kochen: fast vier kg Nudeln mit Tomatensoße, während der Rest seine freie Zeit genoss und zum Beispiel am See nebenan sich mit Anderen unterhielt. Nach dem Abendessen, welches restlos und bis zur letzten Nudel verspeist wurde, wurde noch einige Zeit gesungen, bis sich schließlich der Tag zu Ende neigte. Die Müdigkeit überfiel uns und trieb uns zurück in den Schlafsack, um einigermaßen ausgeschlafen am nächsten Tag die Fahrt fortsetzten zu könne,

von Peter F.

 

Dienstag, 15.08.17

l'Auberg d'Imsthal, bei la Petite-Pierre bis kurz vor Saverne

Am Dienstagmorgen haben wir nach dem Aufstehen zuerst unser Zelt abgebaut. Da alle mit anpackten war es schnell erledigt. Ein paar von uns waren noch beim Hotel in der Nähe gewesen und haben nach Wasser gefragt. Es war zwar leider warmes Wasser aber besser als gar nichts. Anschließend wurde die Andacht gehalten und es gab Frühstück. Danach ging es los, erstmal nicht die gewohnte Strecke. Es war morgens schon sehr heiß, sodass wir uns alle auf den Wald freuten, wo es angenehm kühl war. Gegen Mittag wollten wir wieder auf der Grand Route wandern, aber sie war wegen Waldarbeiten gesperrt. Wir beschlossen erstmal Mittag zu essen und Johannes zu verarzten, der sich den Fuß verknackst hatte. Anschließend beschlossen wir doch die Grand Route zu nehmen, weil Feiertag war und somit auch keine Waldarbeiter am Arbeiten waren. Nach einem eher entspannten Nachmittag erreichten wir schließlich einen Bauernhof. Der Bauer erlaubte uns auf einer Wiese zu übernachten, die aber sehr hohes Gras hatte. Wir beschlossen trotzdem zu bleiben, da es sonst nicht viel gab. Also bauten wir wieder unser kleines „Wanderschlösschen“ auf oder halfen schon mal mit kochen. Als wir fertig waren, gab es auch schon Abendessen: Kartoffelbrei! Da es noch nicht so spät war spielten wir noch ein paar Runden Werwolf oder schnitzten im Wald. Wir gingen aber auch nicht alzu spät schlafen, da wir beschlossen hatten, am nächsten Tag bei Sonnenaufgang nach Saverne zu laufen, um dort den letzten Tag zu verbringen.

Bericht: Klara F.

 

Mittwoch, 16.08.17

Saverne

An diesem Morgen mussten wir früh raus, da wir die letzten Kilometer nach Saverne während des Sonnenaufgangs laufen wollten. Also gegen fünf Uhr morgens aufstehen, Zeug zusammenpacken und Zelt abbauen,… Gäähhhhnnnn. Nun aber machte uns das Wetter, wie so schon öfters auf dieser Fahrt einen Strich durch die Rechnung. Dunkle Wolken verhängten die Sonne, so viel dieser Plan ins Wasser. Als wir immer noch früh am Tag in Saverne ankamen, mussten wir uns erstmal etwas zum Frühstücken organisieren. Nun saßen da 14 Pfadfinder auf dem Marktplatz, schlemmerten Müsli, Pain au Chocolate und Obst, und ließen es sich gut gehen, denn das Hauptziel war nun erreicht, der Rest des Tages war frei! Nach dem Frühstück gab es eine kleine verdauungspause während eine Kleingruppe von uns sich auf den Weg machte und nach einer Bleibe für uns und unser Gepäck zu suchen, denn niemand will mit einem 17kg-Rucksack eine Stadt erkunden. Zum Glück war diese Bleibe auch bald gefunden. Wir konnten in der örtlichen Jugendherberge zum Sonderpreis für Pfadfinder übernachten. Nun dann auf ins Getümmel und los, die Stadt zu erkunden, es war ja auch erst zehn Uhr gerade eben vorbei. Zu dritt oder zu viert erkundeten wir nun die Stadt, sahen uns Kirchen und Fachwerkhäuser an, shoppten in Outdoor-Läden, nach so einer langen Fahrt merkt man erst was man wirklich braucht, oder saßen einfach nur faul rum und taten gar nichts. Zum Mittagessen traf man sich wieder auf dem Marktplatz, verspeiste Baguette mit Aufstrich und ließ es sich gut gehen. Die, die noch nicht genug hatten zogen noch einmal los in die Stadt, die anderen faulenzten am Binnengewässer/Kanal in der Stadt, nicht weit entfernt von der Jugendherberge. Dort wurde gelesen, Karten und Werwolf gespielt oder kühlte die Füße im Wasser. Ein paar von uns lieh sich ein Tretboot aus und fuhr herum. Am späten Nachmittag vertrieb uns die Kühle zurück in die Jugendherberge. Dort duschten mache oder ruhten sich bis zum Abendessen aus. Das Abendessen nahmen wir draußen im Stadtpark zu uns ein. Danach verstauten wir unser Essgeschirr und machten uns auf zur Abschluss-Singe-Runde. Es wurde gesungen, Kekse gegessen und gelacht, bis wir dann schließlich alle müde zurück Richtung Bett taumelten und einschliefen.

                                                                                                          Bericht: Jakob G.

 

Donnerstag, 17.08.17

Abreisetag

Wir sind  um 9 Uhr aufgestanden, nachdem wir eine sehr erholsame Nacht in weichen betten verbracht haben. Das andere Zimmer (wir waren auf 2 Zimmer aufgeteilt) war schon seit halb neun wach, um uns zu überraschen und uns beim Zusammenpacken anzutreiben. Als alle dann fertig gerichtet waren sind wir aus der Jugendherberge in den Park nebenan gegangen und haben gemütlich gefrühstückt. Wir hatten danach auch noch Zeit auf den Markt zu gehen, der zufällig an diesem Tag in Saverne war. Es gab sehr viele Stände mit Kleidung, Stände mit Wurst und Käse, Stände mit Obst und Gemüse aber es gab auch Stände mit sämtlichen anderen Sachen...  um 12 haben wir uns auf den Weg zum Bahnhof gemacht, um, um 12Uhr 24 nach Strasbourg zu fahren. In Strasbourg sind wir direkt in den nächsten Zug gestiegen, der uns nach Offenburg gebracht hat. Dort  sind wir nach kurzem Warten ebenfalls in einen Zug geschrieben, der uns dann endgültig

„nachhause“ gebracht hat (um 14Uhr 20 waren wir in Orschweier am Bahnhof). Insgesamt war die Rückfahrt sehr entspannt, da die Züge alle recht pünktlich waren, wir immer wussten auf welches Gleis wir mussten und weil die Züge nicht allzu voll  waren. Obwohl alle sehr viel Spaß auf der Fahrt hatten waren meiner Meinung nach trotzdem alle froh, als wir wieder zuhause waren.

Bericht: Daniel F.