Was sind Pfadfinder?


Die Klischees halten sich. Pfadfinder suchen nur Tierspuren im Wald, helfen alten Damen über die Straße oder verkaufen Kekse. Aber bei uns geht es um viel mehr! Bei den Pfadfindern erlebt man Gemeinschaft. Ob auf Lagern, Ausflügen oder jede Woche in den Gruppenstunden, niemand wird ausgeschlossen und alle sind gleich. Man lernt viele neue Menschen kennen und findet neue Freunde.


Auf Zeltlagern kann man dem Alltagsstress entfliehen und einfach mal verschnaufen. Man lernt die Natur besser kennen, spielt viele tolle Spiele und sitzt Abends noch gemütlich um ein Lagerfeuer. Das erste Pfadfinderlager wurde 1907 von Robert Baden-Powell auf der englischen Insel Brownsea Island durchgeführt.

Zusammen mit sechs weiteren Stämmen aus Südbaden bildet unser Stamm den Gau Allemannen. Jedes Jahr an Pfingsten findet ein großes Gaulager statt, mit weit über 100 Teilnehmern. Alle vier Jahre wird auch ein Bundeslager mit 1500 Pfadfindern aus ganz Deutschland veranstaltet.


Eine größere Wanderung nennt man bei uns Hajk. Hajks haben eine große Tradition bei den Pfadfindern. Die meisten dauern zwischen zwei und zwölf Tagen. Man fährt mit der eigenen Gruppe oder auch dem ganzen Stamm weg. Jeder trägt in seinem Wanderrucksack sein eigenes Gepäck. Gemeinschaftsgepäck (z. B. Zeltplanen, Kochtöpfe, Nahrungsmittel) wird auf die Teilnehmer aufgeteilt.
Meistens wird ein Hajk vorher geplant. Man berechnet Strecken, plant die Routen und sucht Zeltplätze. Bei manchen Wanderungen läuft man aber auch ziellos drauf los und entscheidet spontan, wie lang man laufen will und wo übernachtet wird.

Unser Stamm gehört zur Christlichen Pfadfifinderschaft Deutschlands (CPD). Dieser Bund arbeitet eng mit der evangelischen Kirche zusammen. Aus diesem Grund werden auf unseren Lagern Morgens und Abends Andachten abgehalten, Gottesdienste besucht und vor und nach dem Essen wird gesungen.